My L.A.

31.3. – 16.6.2012
Strausberger Platz, Berlin

Eleanor Antin, Edgar Arceneaux, Morgan Fisher, Brian Kennon, Rodney McMillian, Ruben Ochoa, Stephen Prina, Joel Tauber, Christopher Williams

Eröffnung: 29.3.2012, 19 – 21 Uhr

Diese Ausstellung ist eine „persönliche“ Ergänzung von Pacific Standard Time, einer Ausstellung über die Kunst in Los Angeles von 1950–80, die im Martin-Gropius-Bau gezeigt wird.
Die große Stringenz der Konzeptkünstler in Los Angeles im Allgemeinen, aber auch unsere persönliche Freundschaften mit Künstlern, die in Los Angeles arbeiten, haben die Entwicklung unserer Sammlung in den letzten Jahren entscheidend geprägt.
Ein Ausgangspunkt für die gezeigten Arbeiten sind die 100 Boots von Eleanor Antin. Die gezeigten Postkarten wurden von der Künstlerin Ende der 1960er Jahre „unaufgefordert“ verschickt. Sie zeigen jeweils 100 Gummistiefel, die anfänglich in geometrischen Formen aufgestellt wurden und im Zuge der Eskalation des Vietnam-Konfliktes immer stärker den Krieg reflektierten. Während diese Arbeit politisch aufgeladen ist, ist das Werk von Morgan Fisher rein formaler, strukturalistischer Natur (The Wilkinson household fire alarm). Aber gerade hier liegt die andere Wurzel für die heutige Arbeit jüngerer Künstler in L.A.
Einen weiteren Schwerpunkt der Ausstellung bilden die Arbeiten von Christopher Williams und Stephen Prina. Von ihnen werden in dieser Ausstellung bewusst nur solche Arbeiten gezeigt, die noch nicht in ihren jeweiligen Einzelausstellungen bei uns zu sehen waren (A, B, C, D und untitled (Study in yellow, Berlin) von Christopher Williams, Exquisite corpse: The complete paintings of Manet 222 of 556: „Dames aux éventails“, Haberdashery und Haubrok I (Push painting) von Stephen Prina).
Edgar Arceneaux, Rodney McMillian, Ruben Ochoa und Joel Tauber machen die dritte Gruppe aus. Diese jüngeren Künstler beziehen sich in ihrer Kunst stark auf ihr Umfeld und ihre persönlichen Beziehungen. Sie arbeiten politisch und drücken damit ihre Überzeugung aus. Dies gilt auch für Brian Kennon, der jahrelang Kunstbücher in seinem eigenen Verlag veröffentlicht und in ebendiesen seine ganz persönlichen Kommentare zur Kunst nach außen getragen hat.

Axel Haubrok

Werkliste

Eleanor Antin
100 Boots, 1971–73

Edgar Arceneaux
An arrangement without tormentors, 2003–04

Morgan Fisher
The Wilkinson household fire alarm, 1973

Brian Kennon
Alice Cooper / Suzi Simpson, 2011

Brian Kennon
Forest, 2010

Brian Kennon
Matthew Grover: Trisha Donnelly mixtape, 2010

Brian Kennon
David Horvitz: Rarely seen Bas Jan Ader film, 2009

Brian Kennon
untitled (#1), 2006

Brian Kennon
Good boy, 2005

Brian Kennon
Hello Victims: Ad Reinhardt, 2005

Brian Kennon
The Cindy Shermans I’d like to fuck, 2003/05

Brian Kennon
Black and white reproductions of the abstract expressionists, 2002

Rodney McMillian
untitled (Landscape I), 2004

Rodney McMillian
Bald eagle, 2002

Ruben Ochoa
Exposed in the 90293, 2007

Ruben Ochoa
Lean back, 2007

Ruben Ochoa
Zoned out in the 90045, 2007

Stephen Prina
Exquisite corpse: The complete paintings of Manet 222 of 556: „Dames aux éventails“ (woman with fans) 1874 jeu de paume, Louvre, Paris, 2012

Stephen Prina
Haubrok I (Push painting), 2008

Stephen Prina
Haberdashery, 2002

Joel Tauber
Sick-amour, 2010

Joel Tauber
Feb. 16, 2007: The tree babies have arrived!!!, 2007

Joel Tauber
My lonely tree, 2006

Christopher Williams
B, 2010

Christopher Williams
C, 2010

Christopher Williams
D, 2010

Christopher Williams
A, 2008

Christopher Williams
untitled (Study in yellow, Berlin)
Dirk Schaper Studio, Berlin, June 21st, 2007 (No. 1), 2008